Brückenfahrt Berlin – 10 interessante Brücken 

Brückenfahrt Berlin | Diese 10 interessanten Brücken erlebst Du bei unserer Brückenfahrt

1. Moabiter Brücke

Die erste Brücke, die Du auf unserer Brückenfahrt Berlin erlebst ist die schöne Moabiter Brücke. Sie verbindet das so genannte Hansaviertel mit dem Stadtbezirk Moabit. Weil die schöne Steinbrücke an beiden Seiten Bärenskulpturen schmücken, wird sie auch einfach nur Bärenbrücke genannt.

Aus Stein war sie übrigens nicht von Anfang an. Einer der Vorgänger des heutigen Bauwerks war eine Holzbrücke, die aber dem stetigen Bevölkerungszuwachs im 19. Jahrhundert nicht mehr standhalten konnte und einer Steinkonstruktion weichen musste. Stein war und blieb das Baumaterial bis heute. Zuletzt wurde die Brücke aufgrund der starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg restauriert. Und selbst als 2009 ein Eisbrecher aufgrund eines Maschinenschadens einen Pfeiler der Brücke rammte, blieb die Brücke unbeschadet.

Wenn Du vor oder nach Deiner Brückenfahrt etwas Zeit mitbringst, dann schau Dir doch die Bärenbrücke aus der Nähe an. Sie befindet sich nur wenige Meter von unserer Anlegestelle Holsteiner Ufer.

Moabiter Brücke | Bartningallee 29Z | 10557 Berlin

Moabiter Brücke - erbaut 1893 bis 1894

Lutherbrücke - 1893 nach dem deutschen Reformator Martin Luther benannt.

2. Lutherbrücke

Wußtest Du, dass die Moabiter Brücke nach dem Vorbild der Lutherbrücke gebaut wurde? Die Lutherbrücke ist gleich die zweite bemerkenswerte Brücke, die Du während der Brückenfahrt erlebst. Besonders schön ist ihr schmiedeeiserne, repräsentatives Geländer. Doch auch andere Details, wie die 4 großen Sandstein-Brückenpfeilerköpfe oder die gusseisernen Laternen sind sehr liebevoll gestaltet.

Ihre kunstvolle Ausschmückung ist ganz eng damit verbunden, dass sich die Lutherbrücke in der Nähe des Schlosses Bellevue befindet. Während der Brückenfahrt kannst Du übrigens einen Blick auf die Rückseite des Schlosses werfen. Doch erst wenn Du vor dem Schloss stehst, kannst Du seine ganze Pracht erleben. Ein Besuch lohnt sich.

Lutherbrücke | 10557 Berlin

3. Moltkebrücke

Eine der schönsten Brücken die Du während der Brückenfahrt Berlin siehst ist die Moltkebrücke. Während unser Schiff durch den mittleren Brückenbogen fährt, hörst Du das Rauschen der Spree ganz deutlich und es wird Dir so vorkommen, als würdest Du auf den Wellen des Flusses reiten.
Wenn Du während der Brückenfahrt auf dem Oberdeck sitzt, kannst Du direkt ins „grimmige“ Antlitz von Helmuth von Moltke, dem Namensgeber der Brücke und Chef des Preußischen Generalstabs, blicken. Der hat die Fertigstellung der Brücke im Jahre 1891 jedoch nicht mehr erlebt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde auch die Moltkebrücke stark beschädigt. Noch heute findest Du zahlreiche Einschlusslöcher von damals. Ein Zeitzeuge ist auch einer der originalen aber lädierten Greife, den Du Dir an der nordwestlichen Brückenseite bei einem Spaziergang an der Spree anschauen kannst. Er soll eine ständige Mahnung zu Frieden und Verständigung sein.
Aus der Nähe betrachtet wird Dir der außergewöhnliche Bild- und Skulpturenschmuck der Brücke auffallen. Er stammt von bedeutenden Künstlern der so genannten Wilhelminischen Ära (1890–1914) und bezieht sich auf die militärischen Leistungen von Moltke.

Das die Brücke wieder in altem Glanz strahlt ist vor allem der umfangreichen Restaurierung zwischen 1983 und 1986 zu verdanken. Und die Restaurateure duften nicht schlecht gestaunt haben, als sie während ihrer Arbeiten einen Urkundenkasten aus dem Jahre 1889 entdeckten, der in einem Brückenpfeiler eingemauert war. Aus dem Inhalt des Kastens konnten sie entnehmen, wer am Bau der Moltkebrücke beteiligt war, wie sie geplant wurde und wieviel sie gekostet hat.
Heute kannst Du auf Tafeln in der Mitte der Brüstungen die Etappen des Baus, der Zerstörung und der Rekonstruktion der Moltkebrücke nachlesen.

Moltkebrücke | 10557 Berlin

zerstörte Originalskulptur
eines Greifs

Blick auf die Moltkebrücke
während der Brückenfahrt

Helmuth von Moltke –
Chef des preußischen Generalstabes

4. Weidendammer Brücke

Wenn unser Schiff den S-Bahnhof Friedrichstraße passiert hat, kannst Du schon die schöne gusseisern verzierte Weidendammer Brücke erkennen. Parallel zur Spree verläuft der Namensgeber der Brücke, der Weidendamm. Der hieß zunächst Weidenweg, weil hier am Ufer Weiden standen.
Doch ehe diese schöne Brücke „das Licht der Welt erblickte“ dauerte es eine Weile. Denn zunächst war an dieser Stelle die Spree nur per Boot zu überqueren. 1685 wurde dann zunächst eine Holzbrücke gebaut, die 150 Jahre alt wurde. Die war jedoch dem stetig steigenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Eine neue, stabilere Brücke musste her.

1897 war es dann soweit und die Weidendammer Brücke in ihrer heutigen Gestalt war geboren. Sie war übrigens die erste Brücke, die elektrisch beleuchtet war? Und zwar die ganze Nacht! Das war zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert etwas ganz besonderes. Zum Glück blieb die schöne Brücke während des Zweiten Weltkriegs unbeschadet.

Weidendammer Brücke | 10117 Berlin

Weidendammer Brücke - Schiffperspektive

Blick vom Wasser aus auf die Oberbaumbrücke

5. Oberbaumbrücke

Für viele Berliner und auch Berlinbesucher ist die Oberbaumbrücke die schönste Brücke der Hauptstadt. Unsere Brückenfahrt Berlin führt direkt unter der Brücke hindurch. So lernst Du das imposante Bauwerk gleich aus verschiedenen Perspektiven kennen und hast genug Zeit, um schöne Bilder zu machen.
Das war zwischen 1961 und 1989 nicht möglich, denn die Oberbaumbrücke war ein streng gesicherter Grenzübergang. Nur in Ausfällen durfte die Brücke passiert werden, z.B. für politische Gefangene, die vom „Westen“ freigekauft wurden. Alle anderen brauchten ein Visum um vom damaligen Ost- in den Westteil zu gelangen.
Die Grenze war übrigens nicht die Oberbaumbrücke selbst, sondern verlief am Kreuzberger Ufer der Spree. Nach der Wiedervereinigung wurde die Brücke wieder instandgesetzt und wird seit 1995 wieder für den U-Bahn und Straßenverkehr genutzt. Wenn Du noch nicht zu Fuß oder mit der U-Bahn die Oberbaumbrücke überquert hast, dann solltest Du das unbedingt nachholen. Von dort oben hast Du noch einmal eine ganz anderen Blick auf die City.

Tipp: Ganz in der Nähe der Oberbaumbrücke befindet sich die East-Side-Gallery, das längste erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. Ein Besuch beider Berlin-Highlights lohnt sich.

Oberbaumbrücke | 10243 Berlin

6. Admiralbrücke

Die Admiralbrücke ist schon aus etwas Entfernung betrachtet eine Augenweide. Sie ist nicht nur eine wunderschöne Fachwerkbrücke, sondern auch die älteste Eisenbrücke, die über den Landwehrkanal führt. Ihr Vorläufer war eine hölzerne Klappbrücke mit Namen Badbrücke, die 1882 durch die schmiedeeiserne Bogenbrücke ersetzt wurde und dann ihren neuen Namen in von der anliegenden Admiralstraße erhielt.
Die Admiralstraße war lange ein unbebauter Weg, der im Volksmund einfach nur „verlängerte Adalbertstraße“ genannt wurde. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden hier erste Wohnhäuser für einfache Arbeiterfamilien. Noch vor der Jahrhundertwende entdeckten auch besser betuchte Familien die Gegend für sich.

Und auch heute noch fühlen sich viele Leute an diesem lauschigen Plätzchen am Wasser mit viel Grün sehr wohl. Für einige ist er, besonders an lauen Sommerabenden, einer der romantischsten Plätze Berlins. Hier tummeln sich Einheimische und Berlinbesucher und sind von der Stimmung fasziniert. Sie sitzen zusammen, trinken ein kühles Bier, genießen den Sonnenuntergang und lauschen den Künsten von Straßenmusikern. Ab 22 Uhr ist hier jedoch Aufbruchstimmung. Und die Polizei achtet sorgfältig darauf, dass die Brücke, aus Rücksicht auf die Anwohner, geräumt wird.

Admiralbrücke | Admiralstraße | 10967 Berlin

Admiralbrücke im Stadtbezirk Kreuzberg

Hiroshimasteg im Herbst

7. Hiroshimasteg

Schon von Weiten ist die schöne rote Fußgängerbrücke aus Stahl während der Brückenfahrt zu erkennen. Sie wurde am 11. September 1987 zunächst unter dem Namen ihres Vorgängers „Graf-Spree-Brücke“ eröffnet, später jedoch in Hiroshimasteg umbenannt. Denn ganz in der Nähe befindet sich die Japanische Botschaft. Der neue Name soll an die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima durch die Amerikaner am Morgen des 6. August 1945 erinnern. Sie ist übrigens die 100. Fußgängerbrücke, die in Westberlin nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde.

Hiroshimasteg |
10785 Berlin

8. Lichtensteinbrücke / Rosa-Luxemburg-Steg

Ehe wir während der Brückenfahrt Berlin den Zoologischen Garten erreichen, kannst Du die Lichtensteinbrücke aus nächster Nähe bewundern. Auf den ersten Blick erscheint die Brücke wie eine ganz normale Stahlbrücke. Erst auf den zweiten Blick gibt sich die Brücke als Doppelbrücke mit zwei gleichen Brückenstegen zu erkennen.

Bis 2012 hieß die gesamte Brücke noch Lichtensteinbrücke, benannt nach dem Arzt, Begründer und Direktor des Zoologischen Gartens, Martin Hinrich Lichtenstein. Der östliche Teil heißt nach wie vor Lichtensteinbrücke. Der westliche Übergang der Brücke trägt den Namen Rosa-Luxemburg-Steg, denn hier wurde im Januar 1919 die Leiche der Aktivistin der Arbeiterbewegung Rosa Luxemburg nach ihrer Ermordung von der Brücke in den Landwehrkanal geworfen. Ganz in der Nähe der Brücke befindet sich auch ein Luxemburg-Denkmal.
Während die Lichtensteinbrücke Teil des Geländes des Zoologischen Gartens ist und nur von Besuchern oder Mitarbeitern des Zoos betreten werden kann, ist der Rosa-Luxemburg-Steg für jeden frei zugänglich. Jedoch nur bis in die Abendstunden. Dann wird das Südwestufer des Kanals abgesperrt, damit die Tiere im Zoo ihre verdiente Nachtruhe genießen können.

Lichtensteinbrücke | 10787 Berlin

Lichtensteinbrücke während der Brückenfahrt

Blick vom Schiff auf die Dovebrücke

9. Dovebrücke

Der schönen roten Dovebrücke sieht man gar nicht an, dass sie schon mehr als 100 Jahre alt ist. Sie wurde 1911 gebaut, zu einer Zeit, als der Stadtbezirk Charlottenburg noch gar nicht zu Berlin gehörte.
Wer das erste Mal den Namen Dove Brücke hört, denkt vielleicht: „Wer hat sich denn diesen “doofen” Namen für eine Brücke ausgedacht. Doch der Mann, nach dem die Dovebrücke benannt ist, war alles andere als doof. Er war Physiker und Direktor des Berliner Meteorologischen Instituts. Die Rede ist von Heinrich Wilhelm Dove, der von 1803-1879 lebte. Er war auch der Namensgeber für die angrenzende Dovestraße. Brücken nach angrenzenden Straße zu benennen war damals gang und gäbe.
Die Dovebrücke ist übrigens die letzte Brücke, die über den Landwehrkanal führt. Nach ihr geht der Landwehrkanal in die Spree über.

Dovebrücke | 10587 Berlin

10. Lessingbrücke

Die Lessingbrücke markiert das Ende unserer schönen Rundreise auf den Berliner Wasserstraßen Spree und Landwehrkanal. Erbaut wurde Sie 1877-78. Ihren Namen erhielt sie jedoch erst 1897, zu Ehren des Dichters Gotthold Ephraim Lessing. Nicht nur der Name der Brücke erinnert an den Dichter, sondern auch Bronzereliefs mit Darstellungen aus 4 verschiedenen Dramen Lessings.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke stark zerstört und die Reliefs wurden eingeschmolzen. So musste die Brücke 1950 provisorisch wiederaufgebaut werden. Im Laufe der Zeit nahm sowohl der Transportverkehr über und der Wasserverkehr unter der Brücke immer mehr zu, so dass ein Neubau der Brücke unablässig war. Im Zuge dieses Neubaus wurden auch die Reliefs anhand von Fotovorlagen vom Berliner Bildhauer August Jäckel neu erschaffen.

Wenn Du vor oder nach der Brückenfahrt Berlin noch Zeit mitgebracht hast, dann schau Dir doch die Lessingbrücke genauer an. Von der Brücke hast Du einen herrlichen Blick auf die Spree und die grüne Umgebung. Und das schönste daran ist, dass Sie von unserer Anlegestelle Holsteiner Ufer nur 7 Minuten zu Fuß entfernt ist.

Lessingbrücke | 10555 Berlin

Lessingbrücke aus der Schiffperspektive

Der Berliner Dom aus der Wasserperspektive

5. Oberbaumbrücke

Für viele Berliner und auch Berlinbesucher ist die Oberbaumbrücke die schönste Brücke der Hauptstadt. Die Brückenfahrt Berlin führt direkt unter der Brücke hindurch. So lernst Du das imposante Bauwerk gleich aus verschiedenen Perspektiven kennen und hast genug Zeit, um schöne Bilder zu machen.
Das war zwischen 1961 und 1989 nicht möglich, denn die Oberbaumbrücke war ein streng gesicherter Grenzübergang. Nur in Ausfällen durfte die Brücke passiert werden, z.B. für politische Gefangene, die vom „Westen“ freigekauft wurden. Alle anderen brauchten ein Visum um vom damaligen Ost- in den Westteil zu gelangen.
Die Grenze war übrigens nicht die Oberbaumbrücke selbst, sondern verlief am Kreuzberger Ufer der Spree. Nach der Wiedervereinigung wurde die Brücke wieder instandgesetzt und wird seit 1995 wieder für den U-Bahn und Straßenverkehr genutzt. Wenn Du noch nicht zu Fuß oder mit der U-Bahn die Oberbaumbrücke überquert hast, dann solltest Du das unbedingt nachholen. Von dort oben hast Du noch einmal eine ganz anderen Blick auf die City.

Tipp: Ganz in der Nähe der Oberbaumbrücke befindet sich die East-Side-Gallery, das längste erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. Ein Besuch beider Berlin-Highlights lohnt sich.

Oberbaumbrücke | 10243 Berlin

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen